Das Vega-Trem ist eine hervorragende Alternative zu allen Vintage-(Fender)Style Vibratos, die aktuell auf dem Markt verfĂŒgbar sind. Das Vibrato arbeitet nach dem Messerkanten-Prinzip und besteht aus der schmalen Basisplatte und dem eigentlichen Vibrato-Block. Die Basisplatte wird ohne nötige Modifikationen fest auf den Korpus geschraubt. In diesem Fall bei einem Zwei-Punkt-Vibrato. In der Basisplatte sind die Nuten fĂŒr den Block, der mit seinen Messerkanten dort freischwebend gehalten wird, sobald man die Federn in der Federkammer eingehĂ€ngt hat UND die Saitenspannung das ganze ausbalanciert. Ohne Saitenspannung gibt es nichts, was das System in Position hĂ€lt. Die Saitenreiter sind arretierbar, der Vibratoarm wird eingesteckt und mit einer HĂŒlse fixiert. Einbauzeit: 10 Minuten. Das Knifflige ist, das System in die optimale Balance zu bringen. Danach sind Up- und Downbends butterweich möglich. DafĂŒr sorgen mehrere Sets an Federn, die an die SaitenstĂ€rke angepasst sind. Durch die geringe Breite des Systems ist es immer freischwebend und von der Optik etwas ungewohnt. Die FunktionalitĂ€t ist aber hervorragend. Man kann alles damit machen, das Prinzip ist absolut gut durchdacht. Was man wissen sollte: Es benötigt eine gewisse Einbautiefe. Ich habe es auf einer Brian May Guitar verbaut, die ist deutlich schmaler als eine Strat. Die Abdeckplatte fĂŒr die Federkammer musste runter. Macht aber nix. Ein Tipp: VOR dem Saitenaufziehen schon einmal grob den Griffbrettradius an den Reitern einstellen, und etwas hoch schrauben. Ansonsten liegen die Saiten erstmal auf. Besser hoch anfangen und langsam wieder auf die gewĂŒnschte Höhe runterschrauben. Das System von Vega-Trem ist uneingeschrĂ€nkt empfehlenswert.