Ein wirklich tolles Instrument:
- erstklassige Verarbeitung
- schöner Eschekorpus, zweiteilig (!!!) wie in den 70ern
- sehr gute Tonabnehmer, Lollar sind kaum besser
- fantastisch bespielbarer Hals, schmaler als die Originale
- Mechaniken funktionieren sahnig
- D´Addario Werkssaiten (nicht durch den Korpus aufgezogen)
- absolut klassische und überzeugende Sounds („Instant Marcus“)
Jetzt kommt das ABER:
- der Saitenabstand an der Brücke beträgt gemessen von Außenseite E-Saite zu G-Saite weniger als 56 mm, das sind nicht mal 18 mm zwischen den Saiten. Mir ist das zu eng! Man sieht an den Fotos, dass die E und die G-Saite nicht über den Polepieces des Bridge-PU laufen.
Ich habe also die Brücke gewechselt. ACHTUNG: der Schraubenabstand ist NICHT identisch mit den Fendermaßen, ich nehme an, das ist der Unterschied metrisch zu imperial.
Der zweite Kritikpunkt ist das Gewicht: leider ist der Bass etwas schwer: mehr 4,5 kg, was für 4 Saiter gerade noch erträglich ist. Die Sadowsky Metroexpress sind deutlich leichter (aber halt nicht aus Esche).
Übrigens: Sumpfesche war in den 70ern als leichtes Holz bekannt, deshalb sind gerade die 70s F-Bässe aus Sumpfesche sehr gesucht. Leider hat man damals angefangen, „Northern Ash“ zu verbauen, die Bässe wurde immer schwerer (ich habe P und J aus der Zeit, die zwischen 5 und 6 kg wiegen!)
P.S.: ich hatte mal den F-Signature MiJ, der war nicht so gut, wie dieser Sire!