Die Fader decken einen großen Zeitbereich ab, ohne dass man zwischen mehreren Bereichen umschalten könnte. Dadurch (und zusätzlich durch die sehr enge Positionierung der drei Tilt-Knöpfe unter den Fadern) ist es sehr fummelig, bei Kaskaden rhythmische Sweet Spots einzustellen - aber genau die machen eigentlich den Reiz des Moduls aus, denn im Prinzip ist dieses einfach nur ein Ersatz für musikalische Einfälle, wie sie von Subotnick bis Dubstep auch schon mit anderen Mitteln umgesetzt wurden. Zu schwierig zu bedienen für Livemusik, zu stark vereinfacht für anspruchsvolles Sounddesign.
Und Thomann: dass man bei einem Hüllkurvenmodul den Punkt "Sound" bewerten muss, verzerrt die Gesamtbewertung. Ich gebe an der Stelle nur einen Stern, weil im Gegensatz zu klassischen West Coast Funktionsgeneratoren auch die Möglichkeit fehlt, die Kurven durch Feedback zu verbiegen. D. h. man kann keine besonders knackigen Attacks erzeugen und alle Segmente einer Kaskade klingen, abgesehen von ihren absoluten Zeitverlaufen, gleich linear.