Dass Epiphone-Instrumente mit dem besseren Preis/Qualität-Verhältnis beglücken als die Produkte der Mutterfirma Gibson, ist schon lange eine Tatsache. Und in diesem Punkt legt Epiphone mit der Jeff Beck Oxblood 1954 Les Paul (und auch mit der Inspired by Gibson Custom Collection 2025) noch mal eine Schippe drauf.
Die Epiphone Jeff Beck Oxblood 1954 Les Paul gehört jedenfalls ab sofort zu meinen Lieblingsgitarren. Entdeckt habe ich sie, als ich beim Hören von Jeff Becks Album ,Blow By Blow', im Netz nach Infos zu der auf dem Cover abgebildeten, umgebauten 1954er Les Paul suchte ...
Sie kam perfekt eingestellt an, im Edelkoffer mit 70s-style-Gurt, und ist einfach nur großartig. Eine Anmerkung zum Thomann-Service: Eine der beiden Stellschrauben des Wraparound-Tailpiece war wohl rausgefallen (der Saitenhalter/Steg sitzt perfekt und die Gitarre ist so mit einem .010er-Saitensatz oktavrein einstellbar, ohne Nachjustierung). Nach einem Anruf beim immer freundlichen Kundenservice kamen zwei Tage später gleich zwei Schrauben mit der Post.
Eigentlich bin ich kein Freund neuer Instrumente, ich habe sie lieber eingespielt, mit etwas 2nd-Hand-Flair und am liebsten 40 bis 50 Jahre alt und aus Japan. In diesem Ausnahmefall wurde ich aber glücklicherweise mal schwach: Diese Gitarre ist einfach wunderbar und für Jeff-Beck-Fans (die, wie ich, keine 20.000 Euro für das signierte Gibson-Signature-Modell flüssig haben) ein tolles Instrument, das wunderbar schwingt, singt, tolles Sustain hat, perfekt verarbeitet ist, sehr stimmstabile Grover Rotomatics Tuner verbaut hat und mit den Gibson-Pickups auch einen sehr guten Ton liefert. Unbedingt antesten!